Die Closing Ceremony

Lange wurde über sie spekuliert; Was würde passieren? Welche international bekannte Band wird auftreten? (denn dass eine bekannte Band auftreten würde, war schon bekannt) Und was hatte der Veranstalter besonderes geplant, über das jeder sprach? Alle diese Fragen sollten beantwortet werden, denn heute am 1. August war sie endlich da, die Closing Ceremony.

Mit vorfreudigen, aber auch wehmütigen Gefühlen, die Closing Show bedeutete schließlich das Ende des Jamborees, fanden wir uns bereits zwei Stunden vor Beginn, um 18:00 an der Hauptbühne ein. Dort begann dann das übliche Programm zur Einstimmung, Musik und Tänze zum mitmachen. Besonders überrascht hat uns dabei das Lied „99 Luftballons“ von Nena, mit einem deutschsprachigen Song hatte wohl niemand gerechnet.

Um ungefähr 19:30 flog ein großer Helikopter über den Jamboree-Platz und drei Fallschirmspringer der US Army sprangen über der Bühne ab. Ein erster Einblick auf die großartige Show, die uns bald erwarten sollte.


Kurz darauf erschien dann aber eine Nachricht auf den Bildschirmen der Hauptbühne, dass die Show aufgrund des Wetters, es hatte schon länger gewittert, aber nie geregnet, um einige Zeit nach hinten verschoben werden muss.
Das löste bei vielen Enttäuschung und Empörung hervor, zumal nicht ganz klar war, weshalb das Wetter störend war. Es regnete schließlich nicht und Donner war nur aus weiter Ferne zu hören.
Da aber weiterhin Musik gespielt wurde, konnte die Stimmung auch dadurch nicht wesentlich getrübt werden.


Um 21:00 konnte die Wetterwarnung dann aufgehoben werden und die Closing Ceremony startete mit dem Einzug einer US-amerikanischen Militärgarde und der Moderatoren.
Mit diesem und mit einem Film über das Pfadfinden in den USA, wurde das Land vorgestellt. Denn an jeder der drei großen Shows wurde eines der drei gastgebenden Länder präsentiert.

Nun folgte eine Rede des Generalsekretärs der Weltorganisation WOSM, der in erster Linie für ein gelungenes Jamboree dankte. Einerseits den Teilnehmern, andererseits den zahlreichen Helfern und Mitarbeitern, ohne die dieses Lager nie möglich gewesen wäre.

Direkt danach begrüßten wir den zweiten, diesmal ehemaligen Generalsekretär des Abends, Bom Ki-Moon von den Vereinten Nationen. Er forderte uns alle auf die globale Ziele, die sowohl der UN, als auch der internationalen Pfadfinderbewegung wichtig sind, aktiv umzusetzen. Dabei zählte er unter anderem den Erhalt des Friedens und die Einhaltung von selbstgesteckten Ziele, wie das Klimaabkommen von Paris, auf. Als Koreaner lud er dann natürlich noch zum nächsten Jamboree 2022 in Südkorea ein.

Um darauf einzugehen, wurde die Planung des Jamborees von den drei Moderatoren angesprochen, die alles in allem sieben Jahre gedauert hatte. In einem feierlichen Akt wurden nun Halstücher und die WOSM-Fahne vom „alten“ an das „neue“ Planungsteam des 25. Jamborees in vier Jahren übergeben. Dieses warb nun für das Event mit einem Video über das Land, wobei die Tradition und Aktivitäten in Südkorea in den Vordergrund gestellt wurden.

Da die Präsentation sehr überzeugend war, bekamen wir alle Lust, auch auf dem nächsten Jamboree teilzunehmen und noch einmal Teil dieser großartigen Bewegung zu sein. Für uns würde das dann nicht mehr als Teilnehmer, sondern als IST oder Unit-Leiter möglich sein.

Nun sollte aber der unterhaltsame Teil des Abends beginnen, versprach das Moderatoren-Team, und deshalb wurde die A-cappella-Band Pentatonix als Highlight angekündigt. Als diese dann die Bühne betrat, war der Applaus groß, denn Pentatonix war wohl den meisten bekannt. Sie begannen mit einem Medley ihrer neueren Cover-Versionen bekannter Songs und beeindruckten dabei jeden mit ihrer enormen Stimmbeherrschung.

Nach diesem mehrminütigen Medley erstaunte Scott Hoying, der Bariton-Sänger der Gruppe, dann alle, als er verkündete, dies sei das größte Publikum, vor dem Pentatonix jemals aufgetreten war. Diese Tatsache machte uns alle ein bisschen Stolz und zeigte noch einmal, was für eine große Veranstaltung das Jamboree doch ist. Von so bekannten Musikern hätte man nämlich eigentlich erwartet, dass solch ein Auftritt Routine wäre.

Der Auftritt von Pentatonix

Zum Mitsingen kamen wir dann auch noch, als die Gruppe Lieder wie „We will rock you“ von Queen anstimmte.
Der Gänsehaut-Moment des Abends folgte dann aber mit Hallelujah, das ursprünglich von Leonard Cohen geschrieben wurde, aber durch Cover immer wieder in den Charts landet. Wie auch 2016, als Pentatonix den Hit sang. Heute jedenfalls sangen es 45.000 Pfadfinderinnen und Pfadfinder gemeinsam, was ein großes Gemeinschaftsgefühl hervorrief.

Damit war der Auftritt von Pentatonix leider auch schon beendet und sie wurden mit langem Applaus verabschiedet.
Als nächstes begann ein Video mit Eindrücken des Jamborees, was uns alle sehr verwunderte, sollte das doch jetzt der Unterhaltungsteil des Abends sein. Doch dann brach der Film ab, Flimmern war auf den Bildschirmen zu sehen und  alles wurde dunkel. Einige Sekunden herrschte Stille. Dann waren auf der Bühne Lichter zu sehen. Der Umriss eines Mannes, der in einem mit Lichtern besetzten Anzug auf der Bühne saß, wurden sichtbar. Kurz darauf wurde klar, dass es sich um eine Tanzgruppe handelte, die nun mit einer beeindruckenden Performance zu Partymusik glänzte. Als diese schließlich zu Ende und die Bühne dunkel war, erschien noch einmal eine einzelne Box, auf der groß „TNT“ stand. Als dann einer der Tänzer auf den Hebel an dieser drückte, begannen einzelne Feuerwerkskörper hinter der Bühne aufzusteigen.

Und dann ging es richtig los! Ein großes Feuerwerk mit gleichzeitiger Lasershow begann und die Stimmung wurde noch mit lauter, zum Feuerwerk synchroner Musik, unterstützt. Dieses Spektakel rief uns allen ein Staunen aufs Gesicht. Geöffnete Münder und immer wieder Ausrufe des Erstaunens waren das Ergebnis. Doch nach weiteren 15 Minuten war auch dieses Spektakel, damit auch die Closing Show und leider auch das Jamboree zu Ende.


Anschließend fand sich noch eine spontane Runde von Pfadfindern aus vielen verschiedenen Ländern zusammen, die ein Abschlusslied in ihrer jeweiligen Landessprache sang. Dann aber machten wir uns alle, mit traurigen Gefühlen, auf den Rückweg, da wir uns nun alle vom Jamboree und unseren neuen Freunden verabschieden mussten.

Hier sind noch mehr Bilder für euch verlinkt: https://www.worldscoutjamboree.de/galerien/nggallery/test/Closing-Ceremony

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.